06.08.2017 – Gänsehaut bei gefühlten 35 Grad in Roth

Eine unvergessliche Zeit erlebten gemeinsam Daniela und Andreas Subei, Bettina und Simon Bäcker sowie Ramona Franz und Torsten Lange vom 06. bis 09. Juli 2017 beim DATEV Challenge Roth.

Roth is not just a county, but more so, the county Roth is a sense of lifestyle!“, sagte Veranstalter Felix Walchshöfer zum Abschluss der diesjährigen Auflage auf der Bühne in Mitten des Stadions und bedankte sich zugleich bei all den 7.000 freiwilligen Helfern, allen Sponsoren, weiteren Mitwirkenden, den Sportlern sowie der gesamten Triathlon-Grafschaft Roth. Augenblicke zuvor verabschiedete er zusammen mit Mutter Alice und Schwester Kathrin auf der besagten Bühne äußerst herzlich, den 41-jährigen Timo Bracht, welcher nach 15 Jahren Profi auf der Ironman-Distanz, in Roth seine Profikarriere auf Platz 4 beendete. Nach den offiziellen Worten brach Felix Walchshöfer in Umarmung mit Timo Bracht in Tränen aus – Eine gemeinsame Zeit ging zu Ende. Sehr sympathisch, leidenschaftlich und familiär in einer Zeit, wo im allgemeinen Spitzensport oft nur das Finanzelle zählt. Eine Herzlichkeit, die symbolträchtig für Roth steht und zugleich Wappen der Challenge ist. Mittendrin im Spektakel waren genau vor vier Wochen Daniela und Andreas Subei, Torsten Lange und Ramona Franz sowie Simon und Bettina Becker.

3,86 km (2,4 Meilen) Schwimmen, 180,2 km (112 Meilen) Radfahren und einem Marathonlauf über 42,195 km (26,2 Meilen) – Das sind die Daten der Ironman-Distanz. Eine Distanz, die in Roth „Challenge“ heißt. Nachdem im Jahr 2001 die Marke „Ironman“ (heutiger Besitzer: die chinesische Wanda Group) das Teilnehmerfeld reduzieren, einen Massenstart statt der traditionellen Startgruppe sowie höhere Gebühren erheben wollte, gab Roth die Lizenz zurück. Man gründete eine eigene Marke „Challenge Roth“ und trotzte damit jeglichen Änderungsvorgaben. Heute ist es der weltweit größte Wettkampf auf der Triathlon-Langdistanz und zählt zu den traditionsreichsten und bestbesetzten europäischen Veranstaltungen über die Distanz. Das Starterfeld 2017: Rund um 3.500 Einzelstarter + 1.950 Staffelteilnehmer.

Die Geschichte des Lauftreffs Harsefeld 05 in Verbindung mit der Challenge Roth begann im Jahr 2010, wo Detlef Höper sich als Einzelstarter ein Traum erfüllte. Seither hatte sich kein anderer Athlet vom Lauftreff mehr an die Herausforderung ran getraut. Bis eben zu der diesjährigen Ausgabe.

Ramona Franz und Torsten Lange reisten bereits in den vergangenen Jahren als Zuschauer in den rund 650 Kilometer entfernten Südosten des bayerischen Regierungsbezirks Mittelfranken. Die Stimmung und Faszination Roth einmal wahrhaftig vor Ort einfangen, an der Strecke mitfiebern beim Flug zur Weltbestzeit von Jan Frodeno im letzten Jahr (dieses Mal nur als Gast und Experte für TV- und Live-Stream vor Ort), und zu guter Letzt, einen Startplatz ergattern. Die Begeisterung über das Event „Challenge Roth“ ist insgesamt groß, die Startplätze sind sehr limitiert und wer einmal dort war, wird höchstwahrscheinlich wiederkommen wollen. So werden die ersten Tickets gleich am frühen Montagmorgen am Challenge-Station verkauft. Ein paar Begeisterte machen vor dem Ticketschalter sogar die Nacht durch. Es ist eine Sekunden- und Minutengeschichte. Weitere Karten werden wenige Tage später online veräußert. Nach rund 70 Sekunden ist die Registrierung auch schon wieder geschlossen. Und überhaupt: 40 Prozent der Startplätze geht ausschließlich an internationale Athleten. Es ist also nicht ganz so selbstverständlich, überhaupt einen Startplatz zu erhalten. Um so größer war also bereits Mitte Juli 2016 die Freude, als es vor Ort geklappt hat. Die Staffel „TRI-TEAM-GEEST“ war geboren. Vom Lauftreff, aus Bliedersdorf und Harsefeld, waren die Disziplinen schnell besetzt: Beginnen sollte Daniela Subei mit dem Schwimmpart (3,8 Km). Die zeitlich umfangreichste Aufgabe, den 180Km langen Radkurs, sollte Torsten Lange bewältigen und den finalen Marathon über 42,2Km durfte sich Andreas Subei zur Aufgaben machen. Ein Jahr Vorbereitung – ein Jahr bis zur Premiere „Staffel Challenge Roth“ – ein Jahr Vorfreude.

Die Anreise, die Unterkunft, der gesamte Ablauf wurde nach und nach organisiert. Jeder konzentrierte sich zunehmend auf seine Aufgabe. Höhen und Tiefen wurde bewältigt. Wenige Wochen vor dem Event zeigten sich dann alle in guter Form. Egal ob Beispielweise beim 24-Stunden-Spendenlauf in Horneburg oder der Langstrecke beim Velothon in Berlin. Die Staffel war auf Kurs.

Bei der Startunterlagenabholung ein erstes Teamfoto.

Dann ging es los – die heiße Woche war da. Über die Autobahnen 1, 27, 7 und 3 erfolgte die Anreise bereits am Donnerstag, den 06.07.2017. Während sich Torsten Lange und Ramona Franz mit ihrem WoMo einen schönen Platz in Roth suchten, bezogen alle anderen Ihre Hotelunterkunft im rund 30 Kilometer entfernten Nürnberg. Als Edelfans mit dabei waren auch Bettina und Simon Bäcker. Zu dem Zeitpunkt der Ankunft hatte das Event DATEV Challenge Roth 2017 bereits begonnen. Nach der Eröffnungspressekonferenz um 11 Uhr konnten ab 12 Uhr im Triathlon-Park die Startunterlagen abholt werden. Dieser Park war dann auch das erste Ziel des Triathlon-Trios. Bei hoch sommerlichem Wetter mit einer Temperatur von 30 Grad und viel Sonne wurde dann schon einmal die Anlage begutachtet und das Rahmenprogramm genossen. Am Abend gab es dort bereits die ersten Veranstaltungen mit Hüttengaudi, Bambi- und Nightrun.

Irgendwie auch ein Team – Torsten Lange und Nils Frommhold.

Am Freitag, den 07.07.2017 stand dann die erste Möglichkeit auf dem Programm, die Schwimmstrecke zu testen. Von 6.30 Uhr bis 9.00 Uhr wurde für ein öffentliches Schwimmtraining extra der Main-Donau-Kanal gesperrt. Dieses Angebot nahm natürlich auch super gern unsere Daniela Subei an. Gemeinsam ging es also an den Ort, wo am Sonntag das finale Abenteuer beginnen sollte. Es folgte ein Besuch des Triathlon-Spezialmarktes, wo der Torsten Lange einen wahrhaftig weiteren Teamkollegen traf. Nach dem Motto „Stars zum anfassen“ stand nämlich Nils Frommhold an einem der Info- & Verkaufsstände. Die ganze Region feierte das Event. So folgten weitere sportliche Angebote für alle Interessierten (Challenge-for-All) und eine Willkommensparty der Stadt Roth. Am Abend wurde im Festzelt die Nudelparty gefeiert.

Auch ein sportliches Highlight in Roth – Die Challenge-Women mit Bettina Bäcker und Ramona Franz.

Der Samstag, den 08.07.2017 stand dann zuerst im Zeichen von Ramona Franz und Bettina Bäcker. Nachdem im Freibad Roth bereits um 8.45 Uhr eine Junior-Challenge startete, waren die Mädels um 10.15 Uhr selbst an der Reihe. Bei der Challenge-Women galt es auf einer 5 Kilometer langen Strecke Spaß zu haben. Vom Triathlon-Park zum Ziel auf dem Festgelände gab es Gänsehaut Feeling und im Rahmenprogramm ein freudig pinkes Shirt, Medaille, Sunset-Yoga und kulinarische Köstlichkeiten. Wow!!!

Das Hauptevent am Sonntag rückte immer näher. Zwischen 11.30 Uhr und 16.00 Uhr erfolgte der Bike Check-in, gefolgt von den jeweiligen Wettkampfbesprechungen. Die Staffel-Besprechung war um 17.00 Uhr.

Mit Aufregung, Anspannung und Vorfreude wurde auf der Countdown-Party in Heideck der letzte Abend vor der großen Aufgabe „Challenge Roth 2017“ beschlossen.

Der große Tag - Sonntag 09.07.2017 - „DATEV CHALLENGE ROTH 2017“
(es berichten Daniela und Andreas Subei sowie Torsten Lange)

„Das es für uns ein seeeehr langer Tag werden würde, war uns allen klar. Als dann aber bereits um 2:39 Uhr die ersten Challenge-Teilnehmer auf dem Hotelflur entlang liefen und sich lautstark unterhielten, war die Nacht schon fast vorbei. Dennoch haben wir es mit einer kleinen Unterbrechung geschafft, bis 4:20 Uhr zu schlafen“, so Daniela und Andreas Subei.

4:20 Uhr – Der Wettkampftag!!! Nachdem wir uns nun wochenlang auf dieses Ereignis vorbereitet haben, scheint es irgendwie noch unwirklich! Der Aufregung der vergangenen Tage, weicht auf einmal eine fast schon unheimliche Ruhe. Die Challenge hatte jetzt eigentlich schon begonnen. Es galt: Hoch mit den Knochen, schnell einen Kaffee aufsetzen und nochmal kurz ins Bad. Die Reise konnte beginnen.

Zur frühen Morgenstunde – Das Triathlon-Team Geest vor dem Start.

Bereits um 4:50 Uhr ging es mit einem Thermobecher Kaffee bewaffnet ab ins Auto. Die feste Nahrung sollte sich irgendwann und irgendwo im Laufe des Tages ergeben. Zeitgleich mit Bettina und Simon Bäcker, rollten wir (Daniela & Andreas Subei) vom Hotelparkplatz bei Nürnberg zum Schwimmstart nach Heuberg. Von der Autobahn runter, die letzten ca. 7 km war schon mal Auto an Auto und es stockte. Was für ein Wahnsinn um diese Uhrzeit!!!!

Zum Glück hatten wir uns am Vortag schon einen strategisch günstigen Parkplatz bei einem Landwirt organisiert, um später auch sicher den Weg zum Laufstart antreten zu können. Dann erst einmal zum Kanal schauen. Nachdem wir bereits am Freitag zum Einschwimmen dort waren, war die Location bereits bekannt. Allerdings ohne großes Publikum. Dies war an dem heutigen Tag eine ganz besondere Nummer. Einfach Wow, wie viele Menschen schon am Kanal und auf der Brücke standen, noch bevor die Sonne richtig aufgegangen war. Eine unbeschreibliche Stimmung, die einem schon leicht feuchte Augen bescherte. Es stellte förmlich alles in den Schatten, was wir bis dato an Veranstaltungen miterlebt haben (Triathlons, Marathons etc.). Es gibt einfach nichts gegen diese Atmosphäre! Die Brücke über den Kanal sowie beide Seiten des Kanals füllen sich immer mehr mit Zuschauern. 

Menschen & Fahrräder ohne Ende – Bei der ersten Disziplin – Dem Schwimmen.

Der Rennradpark – Auf das sich jeder Athlet genau den Standort gemerkt hat.

Die Wechselzone ist bereits mit Athleten gefüllt, aus den Lautsprechern ertönt zunächst ruhige klassische Musik, die das Gänsehautfeeling nur noch mehr förderte. Das Wetter wird sonnig, etwas Wind und die Wassertemperatur beträgt 22,7 Grad. Super Voraussetzungen! Zudem warteten drei Heißluftballons auf den Start und Herr Eberhard Gienger (Mitglied des Bundestags und ehemaliger Reckweltmeister) grüßte mit einem Fallschirmsprung zum Sonnenaufgang. Was für ein Event!!!

Dann aber erst einmal volle Konzentration auf Daniela – Unsere Starterin im Wasser des Main-Donau-Kanals. Anspannung, Nervosität und hoch beeindruckt von der Kulisse.

Die Vorfreude im Team war groß – Fotograf: Andreas Subei

Nachdem die Elite (ab 6.30 Uhr) und die Einzelstarter*innen (bis 8.35 Uhr) gestartet waren (jeder Start wurde mit einem Kanonenschuss eingeleitet), waren die Staffeln an der Reihe. 650 Staffelschwimmer*innen in drei Startgruppen. „Bin ich bisher immer nur mit ca. 50 Starter*innen im Wasser gewesen, so war mir doch etwas mulmig, ob es nicht ein Riesengerangel geben würde. Also habe ich mich weiter hinten seitlich positioniert. Und das war auch gut so!“ Es war soweit – die allerletzte Startgruppe 21. Es ging los – Pünktlich um 9.00 Uhr mit einem lauten Kanonenschlag – der Boden bebte – 3,8 Km schwimmen. Gänsehaut!!!!!

Der Start war etwas kribbelig, wobei ich mich genau richtig eingeordnet hatte und insofern auch schnell mein Tempo fand. Die Strecke führte zunächst 1.440 m zum Wendepunkt mit kurzem Landgang, dann 1.700 m zurück, am Start vorbei unter der Brücke durch, zum zweiten Wendepunkt. Ab da noch 500 m zurück zum Ziel und Wechsel.“

Andreas saß unterdessen ca. 50m nach Start am Kanal: „Unglaubliches Gefühl, als Dani vorbei schwamm. Super, sie hatte schon ihren ruhigen, gleichmäßigen Schlagrhythmus, es läuft.“ Zu dem Zeitpunkt lief Torsten Lange in der Wechselzone I schon längst auf und ab – Wie ein Tiger im Käfig. Die Edelfans, Betreuer und Reporter Ramona, Bettina und Simon genossen auf der Brücke (Wendepunkt & Teil der Radstrecke) das Feeling.

Aufgrund der Breite des Kanals hatte ich genug Platz und kam gut voran. Während des Schwimmens war mir klar, dass ich die von mir angedachten 1:30 Uhr unterbieten kann, wenn nicht irgendeine körperliche Einschränkung dazu käme. Bei km 2,9 bekam ich dann einen Krampf in der Wade und musste mit dem Einsatz nur eines Beines weiter schwimmen.“

Andreas pendelte nochmal kurz zur Wechselzone I herüber: „Kurz nochmal zu Torsten an den Zaun und noch ein paar aufmunternde Worte. Nach ca. einer Stunde saß ich dann am Kanal und habe versucht bei all den einheitlich weißen Badekappen doch die von Dani zu entdecken. Und da war sie kurz vor dem zweiten Wendepunkt. Immer noch anscheinend sehr locker. Also hin zum Wendepunkt um noch die letzten Meter an ihrer Seite mit zu gehen.“

Trotz des Krampfes konnte ich nach exakt 1:24:00 Std. das Ziel erreichen. Je näher ich dem Ziel kam, desto schneller wurde ich schließlich. Es war ein unbeschreibliches Gefühl. Ich könnte mir vorstellen, dass es vielleicht vergleichbar ist, mit dem Runner’s High eines Marathonläufers! Die Stimmung war gigantisch und obwohl ich meine Ohren gegen das Wasser geschützt hatte, habe ich die Anfeuerungen der Zuschauer mitbekommen.

Raus aus der Wechselzone 1 auf 180 Kilometer Radstecke.

Torsten wartete bereits in der Wechselzone an seinem Fahrrad. Den Standort hatten wir am Samstagnachmittag bereits in Augenschein genommen. So konnte er im mittleren Feld der Staffelgruppe auf die Radstrecke gehen. Der erste Wechsel war vollzogen! Herzlichen Glückwunsch Dani, zu der tollen Zeit!!!

Zwischenresultat vom späteren Marathonläufer: „Eine super Zeit von Dani!!! Das schafft Luft für Torsten auf dem Rad.“

Torsten Lange, am Vortag noch mit dem Rennrad (inkl. Triathlon-Lenkeraufsatz) die 10 Kilometer von Roth zum Kanal gefahren, schon wie alle anderen Teammitglieder seit Start der Elite um 6.30 Uhr am Kanal, mehrfach nochmal alles überprüft und im Kopf nochmal durchgegangen, fieberte seinem Start förmlich entgegen.

Am Ende der ersten Runde – Torsten sah super aus, so Ramona Franz.

Als Daniela aus dem Wasser kam, haben wir den Chip übergeben und ich habe mich auf meine erste Runde begeben. Da wir im letzten Block gestartet sind, war die erste Runde sehr voll. Man musste aufpassen, kein Windschatten zu fahren, damit man keine Zeitstrafe bekam (12m Abstand, sonst 5 Minuten Strafzeit).“

Gegen 11.30 Uhr verbreitete sich die Meldung, dass der führende Nils Frommhold bei Kilometer 170 mit einer älteren Athletin selbstverschuldet zusammen gestoßen und gestürzt ist. Der Wettkampf war für Ihn gelaufen. Unglaublich schade und traurig. Hoffentlich geht bei Torsten alles gut.

Am Solarer Berg, bei der Zeitnahme 70,9 Km.

Der Solarer Berg war der Hammer. Man hatte gefüllt nur eine Gasse von 1 Meter breite, sonst nur begeisterte Zuschauer, die jeden dort angefeuert haben. So stelle ich es mir bei der Tour de France in den Bergen vor.“ Unter den Zuschauern am Solarer Berg (das fränkische L‘Alpe d‚Huez), bei der Zeitnahme 70,9 Kilometer wartete auch das „Betreuerteam“ Ramona, Bettina und Simon („Vielen Dank für euren super Support an diesem Tag“, so Andreas Subei), sowie Andreas selbst, der zusammen mit Daniela, nachdem sie mit allem fertig war im Schwimmfinish, per Rad an den Berg, dem Hotspot des Tages, gekommen waren. Was für eine Stimmung, irre.


„So gegen 13 Uhr war Torsten dann in der Mittagshitze (ca. 30°C) kurz vor Ende der ersten Runde.
Zisch, vorbei war er. Und er sah sehr gut aus! Seine bisherige Fahrzeit: Ziemlich genau 3 Stunden, TOP!!!“

Nach 90 Km bin ich dann in die zweite Runde gebogen. Und schlagartig war ich fast alleine unterwegs und an den 3 Steigungen standen nur noch wenige Zuschauer. Die andern sind weiter gezogen zur Laufstrecke.“

Für Andreas und Daniela Subei galt es nun auch schnell zurück zum Auto nach Heuberg zu kommen, um mit all den Anderen (Ramona, Bettina und Simon) nach Roth zum Laufstart in Wechselzone II zu kommen. „Jetzt beginnt der Kopf so langsam zu realisieren, dass es auch für mich ernst wird,“ berichtet Andreas. Parken in einem Industriegebiet ca. 2,5 km vom Wohnmobil von Torsten und Ramona entfernt, laufen durch die Hitze bei gefühlten 35 Grad. Immer die Zwischenzeiten via Tracker von Torsten im Blick. Er wird etwas langsamer, was aber auch kein Wunder ist bei den „Hügeln“ und der Temperatur. Erwartete Ankunft soll ca. 16:55 Uhr sein. Noch etwas Zeit für eine kleine Pause auf dem Campingstuhl. Andreas war bereit für die Aufgabe Marathon!

Torsten überglücklich in Wechselzone 2 angekommen.

In der zweiten Runde hatte ich dann das Gefühl, dass der Wind nur von vorne kam. Mit meinen wenigen Trainingskilometern in den Beinen, bin ich dann noch gut die Berge hoch gekommen und habe den Wechselpunkt II erreicht,“ so Torsten Lange. Herzlichsten Glückwunsch auch dir zum Finish!!!

Mit zwei Käsebrötchen, viel Wasser und einem Riegel über den Tag, ging es ab zur Wechselzone II. Noch kurz warten und da kommt Torsten um die Ecke, Nummer zwei ist im Ziel. Jetzt nur noch einen Marathon!!!! ÄHHHHHHH“ freut sich Andreas Subei.

Bettina und Simon Bäcker sowie Daniela Subei und Ramona Franz an der Laufstrecke. Erstes Ziel: Ein Foto von Andreas.

Los ging es: „Nach ca. 500m bog ich auf die eigentliche Laufrunde ab, vorbei an Bettina, Ramona, Dani und Simon, die mich nur noch von hinten sahen. Erst 5 km an die Lände am Kanal, Wendepunkt nach Roth zurück um dann 5 km nach Büchenbach zu laufen. Und das dann zwei mal. Die ersten 10 km flott unterwegs (5 Min./Km Schnitt), ich will schnell fertig werden. Der Streckenabschnitt nach Büchenbach war gefühlt 5 km nur bergauf.“ Zudem stand vor allem am Marktplatz in Roth die Luft. Saunafeeling war gegeben. Nichts desto trotz: „10 km, 20 km, Halbmarathon, 30 km, es läuft. Bis mir dann auf den letzten 10 km langsam die Beine, den doch schon sehr langen Tag und die Temperaturen übel nahmen. Es ZWICKT beim zweiten Anstieg nach Büchenbach. Das war zu erwarten, egal!! Wenn es zu arg war, kurz ein paar Meter gegangen, um mit den Beinen ins Gericht zu gehen und WEITER.“

Mit Spaß an der Sache – Das Foto von Andreas auf der Marathonstrecke. So sieht glücklich aus.

Während dessen gelang es Ramona irgendwann doch den Andreas von vorne freudig froh bildlich festzuhalten. Das restliche Team: „Wir haben alle mitgezittert, dass auch Andi den Marathon bei der Hitze bewältigt bekommt! Über den Tracker haben wir laufend verfolgt, wann er wo ist, so dass wir ihn an der Strecke anfeuern konnten.“

Auf der Marathonstrecke: „Es haben sich Leidensgemeinschaften unter den Läufern gebildet, Staffeln wie Einzelstarter sind immer häufiger wandernd unterwegs. Letzte Runde!!! Wieder am Markt in Roth, noch ca. 3 km. Jetzt macht er Ernst, denken die Beine und verkneifen sich nun jeden weiteren Gedanken daran einen Krampf zu initiieren. Rum um die letzte Ecke vor der Staffelzusammenführung… Und da stehen sie, Daniela und Torsten sind bereit für den finalen gemeinsamen Einlauf in die Arena. Die Musik wird lauter, die Lichter im Stadion und der Jubel von den Rängen, der die einlaufenden mit Getöse begrüßt. DAS muss es sein, was Roth ausmacht. Einfach nur IRRRRRRE!!

Juhu !!!!!!!!!! Finish – Medaille – Herzlichen Glückwunsch !!!

Nach 11:57:33 Stunden sind wir dann zusammen über die Ziellinie! Was für ein unvergessliches Finish!“

Fazit zu 42,2km Roth 2017 von Andreas Subei: „Geschafft!! 4 Stunden und 4 Minuten. Das ist das, was ich erwarten konnte an so einem langen, heißen Tag und eben speziellen Marathon!!!“

Ohne Worte – Freude pur und Respekt vor all den Leistungen!!!


Der Veranstalter, die Chefin persönlich gratuliert jedem erfolgreichen Challenger und jeder Staffel per Handschlag zum Finish. Auch dies war ein ganz besonderer Moment. „Die Medaillen wurden überreicht und die Finishershirts ausgegeben, anschließend ab zum WoMo, kurz unter die Campingdusche kalt abgeduscht und zurück ins Stadion zur finalen Party mit Feuerwerk und jeder Menge Emotionen.“ Torsten Lange zum Veranstaltungsfinale: „Wie wir dann später alle gemeinsam in der Arena waren, beim Feuerwerk hatte man noch einmal Gänsehaut pur.“

Die finalen Worte unserer DATEV Staffel-Challenge-Finisher Roth 2017:

Daniela Subei:Vielen Dank an dieser Stelle unseren fleißigen Unterstützer*innen Ramona Franz, Bettina Bäcker und Simon Bäcker, ihr wart klasse und habt geholfen, diesen Tag zu einem einzigartigen Erlebnis zu machen!“

Torsten Lange: „Einige Nächte geschlafen und man hat noch immer Bilder vom Triathlon in Roth im Kopf. Habe ja nun schon einiges gemacht, aber von der Stimmung, den Helfern, bis jetzt einfach das Beste. Als Zuschauer oder eben als Teilnehmer. Kann von mir sagen, ich war nicht das letzte Mal in Roth.“

Andreas Subei: „Vielen Dank Ramona Franz und Torsten Lange, Bettina und Simon Bäcker, Gritt und Stefan aus Köln und natürlich meiner Frau Daniela (auf die ich stolz bin wie Bolle mit ihrer tollen Schwimmzeit) für ein unvergessliches Wochenende!!!!“

Der Lohn für die Mühen und wahrlich herzliche Erinnerungsstücke.

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